Kunstprojekt “Stolpersteine” eröffnet Weg zu einer Ausstellung

Ausstellung zum Kunstprojekt “Stolpersteine in Dortmund” von Rolf Schuchmann in der Geschichtswerkstatt Dortmund-Aplerbeck am 27.01.2017.

“Dortmund all inclusive” des Planerladen e.V. ist ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes und wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Projektpartner sind die Auslandsgesellschaft NRW sowie die Stadt Dortmund – Dortmund Agentur.

In Kooperation mit der Stadt Dortmund und Akteuren vor Ort organisiert der Planerladen e.V. Begegnung und Austausch zwischen Menschen aus unterschiedlichen Stadtteilen und Lebenswelten in Dortmund, stellt die Besonderheiten der verschiedenen Stadtteile heraus und fördert die Solidarität und den Zusammenhalt in der gesamten Stadt.

Das städtische Projekt “Dortmund all inclusive” lud mich zu Begegnung und Austausch zwischen den Dortmunder Bezirken Aplerbeck und Lütgendortmund als Gastredner ein. Bis dato war jede Begegnung zwischen den Bezirken dabei einzigartig. Zusätzlich sollte der Vortrag von einer Ausstellung von 10 Bildern flankiert werden.

Projektkoordinator Thomas Kampmann (Dortmund Agentur) war mein Ansprechpartner für dieses Projekt. Die Veranstaltung wurde auf den 27. Januar 2017 (ein Tag nach dem Holocaust-Gedenktag) in den Räumen der Geschichtswerkstatt Aplerbeck terminiert.

Im Gegensatz zu den bisherigen „all in“-Veranstaltungen sollten diesmal in einer geschlossenen Veranstaltung Schüler aus den Stadtbezirken Aplerbeck und Mengede aufeinandertreffen.

Kooperationspartner waren: Reinoldi-Sekundarschule in Westerfilde (auch Schule ohne Rassismus), Gymnasium Schweizer Allee, Adolf-Schulte-Förderschule, Jugendfreizeitstätte Aplerbeck, Jugendring Dortmund, Geschichtsverein Aplerbeck sowie Vertretern der “Botschafter der Erinnerung”.

Angekündigt wurde die Veranstaltung in der Presse: “Gezeigt werden zehn großformatige Bilder von Rolf Schuchmann, Fotograf aus Hombruch.”

Der Vortrag beinhaltete

  • die Vorstellung und Intention des Redners Rolf Schuchmann
  • die Vorstellung des Berliner Künstlers Gunter Demnig,
  • die Geschichte der Stolpersteine in Dortmund,
  • die Vorstellung der Opfergruppen,
  • die Geschichte der Gedenkorte in Dortmund

Folgende Bilder wurden in der Abmessung 50×70 cm und 100×100 cm gezeigt:

  • Bild mit 225 in Dortmund verlegten Stolpersteinen
  • Opfergruppe “Juden”
  • Opfergruppe “Unwertes Leben / T4”
  • Opfergruppe “Politische Gefangene / Widerstand”
  • Opfergruppe “Karfreitagsaktion in Dortmund”
  • Zugang Deportationsstätte Südbahnhof – früher/heute
  • Deportation Südbahnhof
  • Wohnort der Aplerbecker Opfer
  • Bilderserie von der Stolpersteinverlegung mit Gunter Demnig
  • Steinwache

Am 27. Januar 2017 trafen sich rund 40 Schüler und Begleiter sowie Vertreter der städtischen Organisationen in der Geschichtgswerkstatt.

Wilfried Malkusch (1. Vorsitzender Fotokunst Dortmund e.V.) übernahm die Aufgabe, die Veranstaltung fotografisch zu dokumentieren.

Ich hielt meinen Vortrag zum Thema “Ohne Rückkehr  – Gegen das Vergessen” anhand der ausgestellten Bilder. Anschließend bekamen die Schüler noch die Aufgabe Lösungsansätze für zeitaktuelle Anfeindungen zu entwickeln. Eine Diskussionsrunde beschloss die Veranstaltung.

Die Ausstellung fußt auf einem persönlichen Projekt, die Herangehensweise ist an anderer Stelle dokumentiert. Es gehört zu einer Reihe weiterer “Kunstprojekte” unserer Mitglieder aus dem Jahr 2016, die Sie hier finden können.

Aus der Presse:

Galerien

  • 10 Ausstellungsbilder
  • “Ausstellung Stolpersteine” (Fotograf: Wilfried Malkusch)
Titelfoto: Rolf Schuchmann