Stolpersteine – Ohne Rückkehr – gegen das Vergessen

Ich habe mich im Rahmen unseres Kunstprojektes mit meinem selbst gewählten Thema „Stolpersteine – Ohne Rückkehr – gegen das Vergessen “ auseinander gesetzt und berichte hier über mein Arbeitsergebnis.

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    Rolf Schuchmann

    Name:Rolf Schuchmann

    Funktion:Mitglied

    Wohnort:Dortmund

    Schwerpunkt(e):Architektur, Landschaft, Makro, Natur, Pflanzen, Reisen, Sport&Action, Tiere, Wettbewerbe

Im Dezember 2014 schloss ich mich dem Fotoclub “Fotokunst Dortmund” an. Ich wollte meine fotografischen Ambitionen innerhalb der Vereinsgemeinschaft verbessern.
Dort traf ich auf Gleichgesinnte, die auch mehr als nur Knipsen wollten, nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ.
Unter den Vereinsteilnehmern befanden sich etliche Wettbewerbsfotografen, die neben zahlreichen nationalen auch internationale Auszeichnungen erhalten hatten, ein zusätzlicher Anreiz für den engagierten Fotokünstler, der sich selbst weiter entwickeln will.
Deren Fotos wurden in den Medien publiziert und auf diversen Fotosalons ausgestellt.

Zu dieser Zeit strukturierte der 1. Vorsitzende Wilfried Malkusch gerade den Fotoclub auf “Projektarbeit” um. Im Rückblick sollte sich dieser Weg zu einer erfolgreiche Neuausrichtung des Clubs entwickeln.

Unter den zahlreichen Projektangeboten befand sich auch das Thema „Kunstprojekt“, das mich sehr interessierte.

Hintergrund dieses Projektes ist:
Wenn ich mich fotografisch wirklich weiterentwickeln will, muss ich mich eine Zeit lang mit einem konkreten Thema auseinandersetzen. Ich kann an der Aufgabe wachsen und das Erlernte später auch auf andere Bereiche der thematischen Fotografie übertragen.

Das “Praktische Einüben der konzeptionellen Fotografie” ist die generelle Zielsetzung dieses Ansatzes zur Weiterentwicklung und Profilierung eines Fotokünstlers.

Mit der Teilnahme an diesem “persönlichen Kunstprojekt” wählte ich eigenständig “mein Projekt”, beschäftigte mich über einen gewissen Zeitraum mit den Inhalten und der Umsetzung und brachte die erzielten fotografischen Ergebnisse in einen präsentationsreifen Zustand.
Dieses Ergebnis kann man z.B. in einer Fotoausstellung, einem Fotobuch, einer Präsentation im Club etc. veröffentlichen.

Die Projektteilnehmer können sich innerhalb der Projektarbeit jederzeit separat untereinander treffen, sich beraten, austauschen und über die jeweils erzielten Zwischenergebnisse diskutieren.

Die konzeptionelle Vorgehensweise in meinem Projekt

  1. Hauptthema finden
  2. Zielformulierung definieren
  3. Fotografische Konzeption auf Basis der Zielformulierung entwickeln
  4. Projekt Umsetzen

Inspiriert durch

  • persönliches Interesse (Hobby, Sport, Verein, Politik, Geschiche)
  • persönliche Umstände (Reisen, Alltag, Wohnort, pers. Interessen)
  • Abgabe eines Statements (politisch, gesellschaftskritisch, künstlerisch). 

Umfang des Projektes

Gegen das Vergessen und einer zeitlosen Erinnerung an das Schicksal der diversen Opfergruppen in unserer Heimatstadt Dortmund in der Zeit von 1933 – 1945.
Schicksalsorte der Dortmunder sollten fotografisch erfasst werden.
Zu den verlegten Stolpersteinen sollten auch die dazugehörigen Häuser, in denen die Opfer bis zu ihrer Deportation gewohnt haben fotografisch erfasst werden.
Des Weiteren sollten die Sammeleinrichtungen, Plätze zur Deportation in die Vernichtungslager des Ostens und die Gedenkstätten im Stadtgebiet, ebenfalls Bestandteil der Foto-Dokumentation sein.

Mein Hauptaugenmerk galt dabei den 248 verlegten Stolpersteinen des Berliner Künstlers Gunter Demnig, auf Dortmunder Stadtgebiet, die an die Einzelschicksale von Dortmunder Bürgern durch den Naziterror erinnern sollen.

 Zielformulierung:    

Fokussierung auf ganzheitliche Darstellung (es geht nicht nur um die Fotos):

  • in Wort u. Bild,
  • es soll so gestaltet werden, dass es sich für eine Ausstellung eignet,
  • die geschichtlichen Hintergründe sollen ins Bewusstsein gerückt werden,
  • die Erinnerung soll wachgehalten,
  • sie soll motivieren und anregen, sich mit Geschichte auseinander zu setzen.

Fotografischer Umfang:

  • Genre festlegen (z.B. Reportage, Dokumentation etc.)
  • fotografische Objekte (Stolpersteine, Gebäude, Ort) festlegen
  • Zeitplan anhand der zur Verfügung stehenden Ressourcen entwickeln
  • Foto-Equipment dem Vorhaben anpassen
  • Art und Umfang der Fotobearbeitung und Bilddarstellung überlegen

In Zahlen:

  • 248 Stolpersteine im Raum Dortmund
  • 77 Häuser in denen deportierte Mitbürger gelebt haben/Judenhäuser
  • Mahnmale u.a. Bittermark, Rombergpark, Steinwache, Westfalenhallen u. weitere
  • Deportationsorte wie Südbahnhof, Börse, Halle Eintracht
  • 1 Begleitung von Gunter Demnig bei einer „Stolpersteinverlegung“ 

Das Projekt endete in einer Ausstellung.

Meine Ergebnisse zu “Stolpersteine – Ohne Rückkehr, gegen das Vergessen”

Das Projekt “Stolpersteine” in ZEITRÄUME RUHR

http://www.zeit-raeume.ruhr/die-erinnerungsorte/stadtgebiet-dortmund-stolpersteine-in-dortmund/

 

Quellenverzeichnis

Stolpersteine …gegen dass Vergessen

https://www.facebook.com/groups/598221356915736/77

Liste der Stolpersteine in Dortmund

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Dortmund

Stolpersteine in Dortmund

https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Stolpersteine_in_Dortmund?uselang=de

Geschichtskarte Stolpersteine

http://www.historic.place/themes/stolpersteine/index.html?zoom=12&lat=51.51046&lon=7.45691

Jugendring Dortmund

http://www.jugendring-do.de/

Stadtarchiv Dortmund

http://www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/stadtarchiv/start_stadtarchiv/

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund

http://www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/stadtarchiv/steinwache/

Seite von Gunter Demnig (Künstler)

http://www.stolpersteine.eu/

Seite der Nordstadtblogger

http://nordstadtblogger.de/

Stolpersteine in Wikipedia

 https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine

Literatur

Verfolgung und Vernichtung – Die Dortmunder Opfer der Shoah, Dr. Rolf Fischer

  • ISBN-13: 978-3837512281
Titelfoto: Rolf Schuchmann