Sonnenfinsternis am 12.8.2026

Zum Beobachten der Sonnenfinsternis hatten sich fünf Mitglieder unseres Vereins auf dem Deusenberg eingefunden. Die erhöhte Lage mit ihrem freien Blick nach Westen und Nordwesten bot dafür nahezu ideale Bedingungen. Mit dieser Erkenntnis waren wir allerdings nicht allein: Zahlreiche weitere Beobachterinnen und Beobachter hatten sich auf dem Deusenberg versammelt, viele von ihnen mit Sonnenschutzbrillen oder ebenfalls mit Kamera und Stativ ausgerüstet. So bot nicht nur die Sonnenfinsternis selbst interessante Motive; auch die zahlreichen Begegnungen und Gespräche am Rande machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Zum Höhepunkt der Finsternis bedeckte der Mond die Sonnenscheibe zu fast 90 Prozent. Die Beobachtungsbedingungen hätten dabei kaum besser sein können. Während des gesamten Zeitraums schob sich keine Wolke zwischen uns und die Sonne, sodass sich das Ereignis vom Beginn der partiellen Bedeckung bis in die fortgeschrittene Phase hinein ungestört verfolgen und fotografieren ließ.

Auch fotografisch erwiesen sich die Bedingungen als ausgesprochen günstig. Die im Vorfeld in zahlreichen Medien verbreiteten, teilweise sehr pauschalen Warnungen vor der Verwendung von ND-Filtern bestätigten sich in unserer fotografischen Praxis nicht. Ein ND3-Filter erwies sich unter den gegebenen Bedingungen als ausreichend, um die Sonne zu fotografieren. Die vielfach vermittelte Vorstellung, eine solche Filterung sei grundsätzlich unzureichend oder mit einem erheblichen Risiko für die Kamera verbunden, entsprach jedenfalls nicht unseren Erfahrungen. So ließ sich die zunehmend schmaler werdende Sonnensichel ohne Schwierigkeiten festhalten.