Detailbericht zum “Quick & Dirty”-Workshop von Dietmar Stiller

Nachdem wir zuletzt über das Wochenende vom 2.-4. September berichteten, möchten wir mit diesem Beitrag etwas mehr schaffen, als eine bloße Übersicht der Geschehnisse zu liefern. Wir teilen unsere Erfahrungen zu einem der von uns begleiteten Workshops mit Ihnen.

Ein Erfahrungsbericht von Jörg-Ilja Haußmann und Wilfried Malkusch.

 

Dietmar Stiller: “Quick & Dirty” – Sa. 03.09.2022 (10:00–13:00 Uhr)

Wir, Wilfried und ich, hatten uns vorgenommen, den oben beschrieben Workshop im Rahmen des Deutschlandtreffens der Urban Sketcher in Dortmund als „Reporter“ fotografisch zu dokumentieren.
 
Schon im Vorfeld war uns klar, dass wir auf engagierte Menschen treffen, die sich sonst 1 bis 2 mal in der Woche treffen, um ihrem künstlerischen Hobby zu frönen und jetzt z.T. einen weiten Weg in Kauf genommen hatten, um an dem Event teilzunehmen.
 
Angereist aus Asbach-Bäumenheim, Berlin, Ingelheim am Rhein, Münster, Oranienbaum-Wörlitz, Porta Westfalica, St. Leon-Rot, Stuttgart, Süsel, Velbert, …. sollten in diversen Workshop´s neue Fähigkeiten vermittelt und erlernt werden und die unterschiedlichsten Motive aus unserer Stadt auf Zeichenpapier gebannt werden.
 
Wir trafen uns mit den Beteiligten des Workshops um 10 Uhr im Kaiserviertel vor der „Küchenwirtschaft Bismarck“.

 

Gedankenaustausch der Teilnehmer:innen
Gedankenaustausch der Teilnehmer:innen, Foto: Wilfried Malkusch

 

Jetzt müsst ihr schaffen
Jetzt müsst ihr schaffen, Foto: Jörg-Ilja Haußmann

 

Dietmar Stiller (http://sketcher.stillerdesign.de), der den Workshop leitete, begrüßte die Teilnehmer, sprach ein paar einleitende Worte zum Thema des Workshops sowie seiner eigenen Person und zeigte ein paar seiner Arbeiten, die zum Teil in den letzten Tagen in Dortmund und dem Kaiserviertel entstanden waren. Aber auch ältere Arbeiten, die zum Thema des Workshops passten, wurden von ihm präsentiert.
 
Seine Zeichnungen basierten auf Skizzen, die er nach dem Konzept »Quick & Dirty« erstellt hatte.
 
Um seinen persönlichen Weg, zu spontanen und lockeren Skizzen, ging es nun im ersten Schritt.
 
Er ließ seinen einführenden Worten dann auch gleich Taten folgen.

 

Beispiel Architektur im Bild
Beispiel Architektur im Bild, Foto: Jörg-Ilja Haußmann

 

Mit einem fünf Minuten Countdown auf seinem Handy, diese Zeit räumt er sich für seine Skizzen ein, wollte er demonstrieren, was er unter »Quick & Dirty« versteht und welche Ergebnisse er dann liefern kann.
 
Er suchte sich dazu sieben markante, geometrische Formen des Bismarcks und brachte diese mit einem schwarzen Stift gekonnt zu Papier.
 
Nachdem er diese noch ein wenig verfeinert, ausgestaltet und einige Teile der Flächen mit schwarzer Aquarellfarbe ausgemalt hatte, waren die Skizzen für ihn präsentabel und fertig – „Quick and Dirty!“
 
Jetzt stand er den Teilnehmern für Fragen zur Verfügung, ohne es zu versäumen, diesen auch gleich eine Aufgabe zu stellen.
 
Bis hierhin stand die Gruppe sehr eng um den Workshopleiter, lauschte diesem und versuchte angestrengt mit der, auf sie einprasselnden Informationsflut klar zu kommen.

 

Meine Vorstellung zum Workshop
“Meine” Vorstellung zum Workshop, Foto: Jörg-Ilja Haußmann

 

Sie sollten eines der umliegenden Gebäude/Objekte in der gezeigten Art und Weise „Quick and Dirty“ skizzieren.
 
Dieses Szenario bot uns Fotografen bisher nur eine mäßige Motivauswahl, was sich aber nun schlagartig änderte, da sich die Teilnehmer im näheren Umfeld verteilten und selbst anfingen zu zeichnen.

 

In Reih und Glied
In Reih und Glied, Foto: Jörg-Ilja Haußmann

 

Das Schattenplätzchen
Das Schattenplätzchen, Foto: Jörg-Ilja Haußmann

 

Interessierte Zaungäste
Interessierte Zaungäste, Foto: Jörg-Ilja Haußmann

 

Mit viel Freude und trotz begrenzter Zeit für die Aufgabe, ließen sich die Sketscher wiederholt auf die Kommunikation ein, ohne natürlich ihre Zeitvorgabe aus dem Auge zu verlieren.
 
Es folgte der Throw down. Hier legen die Sektcher:innen alle Ihre Bilder nebeneinader auf den Boden, so dass sie von allen Beteiligen betrachtet werden können. Diese wurden dann noch ausführlich besprochen.
 
In der zweiten Aufgabe, die nach dem gleichen Muster ablief, galt es eine „Quick&Dirty“ Skizze zu einem Detail anzufertigen.
 
In der dritten Runde ging es um das Zeichnen von Figuren/schematischen Menschen.
 
Dietmar Stiller erklärte hier die Wirkung von in einem Bild platzierten Personen, den Möglichkeiten diese zu skizzieren und der unterschiedlichen Darstellung von Personengruppen, bezogen auf die Betrachtungsperspektive.
 
Die Teilnehmer bekamen dann die Aufgabe 15 Minuten lang einzelne Personen und Gruppen zu skizzieren.
 
Gegen 13 Uhr endete diese Aufgabe und der Workschop wurde mit einem letzten Throw down und der dazu gehörigen Besprechung der Bilder beschlossen.

 

Besprechung der Ergebnisse
Besprechung der Ergebnisse, Foto: Jörg-Ilja Haußmann

 

Hilfreiche Präsentation
Hilfreiche Präsentation, Foto: Wilfried Malkusch

 

Resümee:

Ein großes Dankeschön an die Teilnehmer des Workshops für die sehr gute Kooperation und die tolle Stimmung am ganzen Vormittag. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit Euch und wir hatten immer das Gefühl dazu zu gehören.
 
Erstaunlich, wie viel Interesse die Akteure auch bei etlichen Passanten fanden, die u.a. wissen wollten was da überhaupt so passiert und die sich so mit ihren Fragen und/oder eigenen Erlebnissen in eine z.T. sehr interessante Kommunikation begaben.
 
Insgesamt hatten wir als Fotografen den Eindruck, dass die Sketcher in der Öffentlichkeit als aktive Künstler eine sehr hohe Akzeptanz erfahren haben und ein hohes Interesse für die fertigen Arbeiten bestand.
 
Fotografen, die mit ihren Kameras unterwegs sind, werden da häufiger sehr viel kritischer von der Öffentlichkeit beäugt und erfahren auch die ein oder andere Ablehnung für ihr Tun.
Leider verschwinden unsere Arbeiten ja auch auf der Speicherkarte und sind nicht so präsent, wie die Skizzen oder Bilder auf den unterschiedlichen Skizzenblöcken, die immer bereitwillig von den Akteuren präsentiert wurden.
 
Fotografisch für uns am Ende ein High-Light. Die Speicherkarten lieferten uns eine sehenswerte Ausbeute. 😊

 

Galerie

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl der im Rahmen des Workshops entstandenen Werke von Wilfried Malkusch und Jörg-Ilja Haußmann. Klicken Sie ein Bild an, um es im Vollbildmodus zu öffnen.
 

 

Weitere Bilder vom Deutschlandtreffen der Urban Sketcher entdecken

Auf unserer Website haben wir das Treffen in drei weiteren Blogbeiträgen behandelt. Am Freitag kamen die Teilnehmer an, unternahmen erste Ausflüge und lernten sich im MKK kennen. Der Samstag stand voll im Zeichen der Workshops. Am Sonntag stand das Gruppenfoto an, und die Popup-Ausstellung im MKK krönte die gesamte Veranstaltung.

 

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Interessieren Sie sich ebenfalls für People-, Architektur- und Streetfotografie oder Fotoreportagen? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Viele unserer Mitglieder sind häufig mit der Kamera im urbanen Umfeld unterwegs und tauschen dabei regelmäßig Wissen, wie auch Equipment aus.

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Wir freuen uns auf Sie!
 

Über das Projekt

Projekt: Kooperationen

Als Verein, der seit 1993 in Dortmund ansässig ist, verfügt der Fotokunst Dortmund e.V. über ein gewisses Netzwerk, das wir Mitglieder aktiv pflegen. Daraus ergeben sich immer wieder Kooperationsgelegenheiten unterschiedlichster Coleur. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl von Kooperationen mit verschiedenen Institutionen in Dortmund und darüber hinaus. Projektleiter: Vorstand Titelfoto: Christian Schwekendiek Blog-Beiträge zum Projekt:

Titelbild: Wilfried Malkusch